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Vintage

Schon im letzten Jahrtausend wussten wir, dass JPEG eigentlich nicht ideal ist und doch wurde es DAS Format, das dank Internet eine solide Basis bekam und kaum vom Thron geworfen werden kann. Unsere Kameras, mittlerweile aber auch unsere Bildschirme, können viel mehr darstellen, als in dem verlustbehafteten, unserem Sehen nicht wirklich entsprechenden Bildformat Platz hat.

Apple war mal wieder Vorreiter und stellte irgendwann in der Geschichte des iPhones auf HEIF um. Mit ganz viel Magie dahinter - sendet mir ein Apple Jünger ein Foto auf mein Android, so errechnet sein Telefon ein passendes ICC Profil und konvertiert das Bild in JPEG, damit es bei mir so gut wie möglich aussieht. Meine Kamera hat einen Schalter, mit dem ich HDR aktivieren kann, was letztendlich nichts weiteres als die Umstellung von JPEG auf HEIF ist. Wäre es nicht eh praktisch, nebst den RAWs, die ich auf die „schnelle“ Speicherkarte schreibe, statt JPEG eben HEIF auf der „langsamem“ Karte als Backup zu haben?

Monat 2: HEIF out of Camera, konvertiert via Lightroom nach JPEG.

Es ist ein Kaninchenloch.

  • Die Kamera zeigt zwar ein erweitertes Histogramm, füllt dieses aber nicht aus. Während die Ueberbelichtungswarnung funktioniert, sind im Sucher die dunklen Bereiche einfach schwarz, oder aber das Ganze Bild in Falsch“farben“.

  • Mein digiKam kennt (nach einem Upgrade) HEIF, aber nur die Apple und nicht die Canon Geschmacksrichtung. Da das HEIF nicht nur als separates File abgelegt, sondern auch als Preview ins CR3 schreibt, zeigt die Vorauswahl gestauchte Bilder.

  • Lightroom kommt mit den Files klar, auch wenn er massiv mehr CPU für deren Verdauung braucht. Mit einer Korrektur von +1 Blende passt der Output zu dem, was JPEG und Sucher gezeigt haben.
  • Lightroom kennt eine HDR Verarbeitung, die produziert AVIF. Noch ist mein Mac zu alt, um solche zu rendern.

Ich lasse das mit dem HEIF bleiben, zumindest bis zur nächsten Kamera. Und das mit der HDR Darstellung mit Gain Maps packe ich auf meine ewige Todo Liste für kalte Wintertage.

Vintage

Meine Schwarz-Weiss Bilder sind besch…eiden. Schon als kleiner Beat zog ich bisweilen einen FP4 oder HP5 durch, später auch einmal einen XP2, freute mich ab den wunderbaren Negativen und fand die Abzüge einfach nur … Waschlümpen. Vor allem dann, wenn ich richtig gute Bilder im Hinterkopf hatte… Ich machte es auch einmal zum Thema in meiner Fotoschule, die Antwort war ein isch ganz eifach, was mir nicht wirklich weiterhalf.

Nach meinem Ausflug in die 60er, 90er und 20er stand ich an einem Punkt, an dem das Thema Objektive irgendwie am Ende war. Zurück in die 1930er wäre noch eine Option gewesen, doch wollen die Händler für echte und unechte 5cm Elmar so absurd viel Geld, dass ich nicht mitspielen mag. Und etwas aus dem kommenden 50ern hätte eine Zeitmaschine benötigt, die mir nicht zur Verfügung steht 8-)

Weshalb also nicht das Bild vom Tag in Schwarz Weiss machen? Das gibt mir 365 Möglichkeiten, meinen (aktuell farbigen) Blick in die Welt um Kontraste zu erweitern und die Geheimnisse des Post-Processings zu ergründen. Ich nehme Euch auf diese Reise mit! ;-)

Monat 1: JPEG out of Camera. Wie bei meinen ersten Bildern mit "modernen" Digiknipsen. Ich stelle meine Kamera auf Schwarz/Weiss (Canon nennt das Picture Style) und ziehe los.

Pancake

Das dritte Jahr, in welchem mich das Bild vom Tag begleitet. Jeden Tag nehme ich einmal die Kamera hervor und mache ein Foto - die 5 bis 10 Minuten Auszeit, die Beschäftigung mit einem Blick in die Welt tut mir unglaublich gut - zum dritten mal in meinem Leben ziehe ich mich mit meiner Leidenschaft aus einem depressiven Loch. Ich hängte die drei Jahre je an ein Objektiv, das erste an ein Super Takumar 3.5/35mm aus Mitte 60ern, das zweite an ein Tamron AF 1:3.5-5.6 28-200mm ASPHERICAL aus Mitte 90ern und das dritte an ein RF 28mm 1:2.8 STM Pancake aus den aktuellen Mitte 20er.

Die ersten Monate waren erstaunlich herausfordernd. Die 28mm waren so nicht in meinem Denken, als imaginärer Rahmen in meinem Blick in die Welt eingebaut, dass ich bei der Motivwahl Mühe hatte. Erst nach einem guten halben Jahr, im April, fühlte ich mich der selbstgestellten Herausforderung gewachsen. Mittlerweile liebe ich die Kombination von Kamera und Linse. Die beiden harmonieren, ich habe etwas Kleines und Leichtes in meinem Rucksack, das eine phantastische Bildqualität liefert. Die 28mm sind eine arge Begrenzung der Möglichkeiten 1), die gleichzeitig eine kreative Beflügelung mit sich bringt. Die maximale Oeffnung von 2.8 wird von einer erstaunlich effektiven Bildstabilisation kompensiert, gerade in den Wintermonaten gelingen mir öfters Bilder aus der Hand mit einer halben Sekunde Belichtungszeit.

Jeden Tag gab es ein Bild 2) aus denen ich unterwegs kleine Kalender bastelte :-D

Das Bild vom Tag auf meinem Bildschirmhintergrund - was war da vor einem Jahr? - soll mich weiter begleiten. Passend zur aktuellen Linse werfe ich die Bilder einer professionellen AI zum Frass vor 3).

Und hier ist das Resultat 8-)

Sharing is caring heisst es ;-)

Kleine Warnung: WORKSFORME. Das Binary und DMG sind nicht signiert und brauchen einen Tanz rund um den Gatekeeper, die Bilder sind auf mein 16“ Retina Display zurechtgestutzt. Falls Du wahnsinnig genug bist, es zu versuchen, würde ich mich über einen kurzen Kommentar freuen! Und für alle anderen: Spricht mich an. Wenn ich meinen Computer mit dabei habe, zeige ich Dir gerne das Bild vom Tag!

1) Guck im Superzoom, mein Sweet Spot wäre das 70-200er ;-)
2) Ein Tag war ich so verpeilt, dass es das Bild erst kurz nach Mitternacht gab :-/
3) Finde ich ja grässlich, aber hier passt es und ich bin der Künstler, ich darf das 8-)

Vintage

Was für ein September! 2/3 davon sind noch einmal richtig Sommer, am 21. kommt schlagartig der Winter Herbst. Mich begleitet durchgehend Migräne, ich ziehe aber brav mein Programm so tun als ob es mir gut geht durch und mache je ein Bild vom Tag.

Das dritte Jahr Bild vom Tag ist im Kasten und ich feiere den Abschluss von Pancake 8-)

Vintage

Nach einer nassen Phase - die fieserweise mitten in den Schulferien liegt und mich als kleiner Beat heftigst geärgert hätte - kommt der Spätsommer mit erneut warmen Tagen und - was ich nicht erwartet hätte - einigen Tropennächten. Eine davon nutze ich, um eine Geburtstagskarte zu produzieren. Die Migränewelle aus dem Juli begleitet mich weiter, limitiert und zermürbt - wenn das Bildermachen für einmal gelingt, ist es eine grosse Motivation, dennoch durchzuhalten.

Ich spinne den Gedanken weiter, meine Pancake Bilder durch AI zu schicken. Freundlicherweise schreibt Ken Rockwell gerade über Skylum Luminar Neo (ich spielte mal mit seinem Vorgänger), lässt sein bewährtes Radiant Photo 2 auch zum Zug kommen. Die Software kennt einen Batch Modus, welcher „einfach mal das Beste daraus macht“ - soweit ich ergoogeln kann, ein beliebter Weg, um Pressefotos (JPEGs out of Camera) etwas aufzuhübschen, bevor sie in den Druck gehen.

Citylights

Bevor der Sommer endgültig vorbei ist, ziehe ich auf die Ruine Friesenburg und geniesse die abschliessende Tropennacht. Mein Blick schweift über Albisrieden und ich winke Nala zu.

Heute bist Du wieder gleich alt wie ich 8-) Ich wünsche Dir alles Gute und ein rundes neues Jahr mit wenig Aerger!


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