Erst gibt es einmal zwei Wochen Ferien, von denen ich de grössten Teil vor mich hinvegetiere. Immerhin schaffe ich meine beiden Ziele: Ich schliesse die Fotostrecke vom Juni ab und verteile die Bilder und ich schraube meine Vitrine mit dem Fotokrempel an die Wand, nachdem meine Stadtwohnung diesen Sommer zu wackeln begann.
Das Jahr in Schwarz/Weiss findet seinen Abschluss, das Projekt Grayscale ist im Kasten
Der Sommer geht unvermindert weiter, ich sammle Eindrücke und kleine Absurditäten auf meinen Wegen. Für die Sonnenfinsternis ergattere ich gerade noch eine Brille, für eine Vorbereitung zum Fotografieren bin ich zu spät.
Ich bleibe beim PhotoLab und XP2 aus dem Film Pack, gehe aber behutsamer mit den Reglern um. Mir gelingt es wieder einmal, aus den 31 Fotos etwas zu produzieren, dass sich als „Ganzes“ anfühlt.
Der Sommer schlägt zu, lüftige Röckli überall, Tropennächte, ausgetrocknete Bäche und sturmen Kopf. Nebst dem Bild vom Tag bin ich am Sammeln von Blümchen, um jemandem im Spital eine Freude zu machen.
Ich wähle mal ein ganz anderer Weg für Post Processing, ich werfe die RAWs via PhotoLab in virtuellen XP2. OK, das ist jetzt vielleicht ein Bisschen zu viel Drama
Eingebettet in eine herausfordernde Suche nach (sinnstiftender) Arbeit kommt eine Woche Ferien am Bodensee, in der ich 36 Portraits erstellen darf. Danach ist meine Brillensammlung wieder komplett (jetzt neu mit Graufilter
), es kommt der Sommer und zwei Tage Kongress in Rappi.
Ich spüre gut, wie sich das Postprocessing zurückwirkt auf die Aufnahme. Aehnlich wie bei ungewohnten Linsen, ist auch die Umsetzung ins finale Bild etwas, was Training und Erfahrung braucht, um es im Sucher zu „sehen“. Mittlerweile kann mich bereits beim Fotografieren danach richten. OK, die letzten beiden Bilder gingen in die Hosen, aber hey nach einer Woche Fotoferien darf ich auch mal ausgeknipst sein
Sonntagabend, ich bin kurz vor meiner Stadtwohnung, stellt sich mir ein Typ in den Weg, schlägt zu und zieht weiter. Dem Gesicht hilft ein Eisbeutel, die Brille braucht Ersatz. Für den Rest des Monats sieht meine Kamera wieder einmal besser als ich.
Beim Postprocessing bleibe ich im gewohnten Fahrwasser, spüre Routine im Aufbereiten der Bilder. Das hilft, die doch bisweilen herausfordernden Bilder, die in meiner Limitierung entstanden sind, doch zu einem gefälligen Resultat zu bringen.
Still und heimlich feierte ich Ende März 42 Monate Bild vom Tag
Es wird langsam Zeit, wieder „normale“ Bilder zu machen und mich von der Technik weg und der (*hüstel*) Kunst zuzuwenden
Völlig ungeplant und -erwartet wird es zu einem Themenmonat, wie schon Juni '24 (Details, Licht, Form und Farbe) und April '25 (absurde Kunst). Etwa ab dem dritten Tag ist das Thema Rundumeli 1) gesetzt!
Ich bediene mich an den Erfahrungen im Postprocessing des letzten halben Jahres und freue mich über die Komposition. Eine gute Freundin meinte neulich zu so einer wie ein Postkartenständer, es macht mich neugierig, das genauer anzugucken. Etwas was ich in Farbe bisweilen auch hinbekomme - aber nur wenn die Bilder vom selben Ort und selbiger Zeit stammen.