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Photokina

2018 ist wieder einmal Photokina Jahr - das letzte mal im September, das letzte mal im Zweijahresrythmus. Es ist gleichzeitig mein persönliches 30-Jahre-Jubiläum, meine elfter Besuch da und 10 Jahre, seit ich nach einer langen Pause wieder einmal hinging. Genug Superlative :-)

Das grosse Thema ist sicher vollformatiges Mirrorless. Nachdem Sony bereits in der dritten Generation steckt (und scheinbar noch ganz viel Lagerbestand hat, die Alpha 7 und 7 II wird mächtig beworben, die Alpha 7 III totgeschwiegen), ist jetzt auch Canon und Nikon eingestiegen. Beide Stände werden belagert, ich bin früh genug, um die EOS R und eine Nikon Z7 in den Fingern zu halten. Beide Hersteller haben sich zu einem neuen Bajonett entschieden - irgendwie Kacke für all diejenigen, die wie ich ganz viel Glas zuhause haben - irgendwie gut, dass es keine solche Missgeburten wie die Spiegellose von Sigma wurden. Noch sind es nicht meine Kameras, aber die Zeit, in der wir stecken, ist definitiv spannend.

Persönlich bin ich ja auf der Suche nach einem Fisheye und die Photokina bietet die einmalige Möglichkeit, alle erhältlichen Varianten auszuprobieren. So schnalle ich das Canon 8-15mm 4.0 L, das Sigma 8mm 4.0 und 15mm 2.8, das Samyang 12mm 2.8 und 8mm 2.8 sowie das Lomo Naiad 15mm 3.8 auf meine Kamera.

Eine solche Messe ist eine wunderbare Gelegenheit, verloren geglaubte und mir bisher unbekannte Hersteller zu sehen. So fand ich Cokin quitschfidel, sie machen noch immer Filterhalter mit einschiebbaren Plastikscheibchen, mittlerweile sogar welche aus Glas. Auf dem 1024-fach-ND Filter steht *haben* :-) Und ich fand einen Objektivhersteller Names Irix, welcher zwar nur Osteuropäisches Standpersonal hat, aber gross auf „Swiss Design“ reitet. Spätere Recherche zeigt mir, dass die Briefkastenfirma im Zugerland primär in Polen firmiert und in Korea (Samyang?) produzieren lässt. Ob sie es gerochen haben, dass ich aus der Schweiz komme und mich daher gänzlich ignorierten?

Wenn ich schon einmal da bin und meine Kamera dabei habe, so packe ich doch die eine oder andere Impression mit ein: Balletttänzerinnen (das scheint der politisch korrekte Ausweg aus der Sexismusdebatte zu sein :-) ) und deren Fotografen, Krempel wie Rähmchen, Leuchten und Platikboxen, die mittlerweile nicht mehr käufliche Hello Kitty Instax und mein frühestes #christbaumkugelselfie überhaupt finden den Weg in meinen Kasten.

Zwei Souveniers kommen mit, einerseits die (im Webshop ausverkaufte) Konstruktor von Lomo, andererseits ein Instax Bildchen vom Fuji Stand. Ich freue mich aufs Basteln :-)

Ob der Schwenk zu „jährlich im Frühling“ funktionieren wird? Dieses mal sind es zwei Hallen weniger als 2016, überall finden sich schwarze Vorhänge, Spezialevents und Kaffeebars. Die Hersteller glauben immer weniger an solche Events, ganz im Gegensatz zu den Besuchern, die sich reichlich auf den Füssen standen. Ich selbst werde mir auch überlegen müssen, ob sich ein Besuch im Mai lohnen wird - ein halbes Jahr ist nicht viel für diese doch recht gemächliche Branche.

Comments


Mittlerweile ist der Termin 2019 abgesagt - mal sehen, ob es überhaupt noch eine Photokina geben wird oder auch diese Messe sich selbst absägt und der CeBit und Züspa folgt…

1 | | 06.12.2018 10:15 | reply

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